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Ansehnliches Plus in allen Bereichen

Nach den positiven Zahlen aus der Konjunkturumfrage im März kommen vom ZVEH nun die Branchenkennzahlen des Jahres 2022. Sie zeigen, dass das vergangene Jahr für die Elektrohandwerke erneut erfolgreich verlief.

Stabile Nachfrage, hoher Auftragsbestand und ein Geschäftsklimaindex auf dem Niveau der Frühjahrsumfrage 2022, die kurz vor Ausbruch des Ukraine-Krieges durchgeführt wurde – die Frühjahrsumfrage des ZVEH zur Konjunktur in den E-Handwerken bot im März Grund zur Zuversicht.

Jetzt folgt der Rückblick: Die ZVEH-Kennzahlen für 2022 zeigen, dass die Branche weiter kräftig gewachsen ist. Der ZVEH führt das auch auf die zunehmende Elektrifizierung zurück, die durch die Energiewende angeschoben wird.

12,7 Prozent Umsatzwachstum

Von 2021 auf 2022 legten die E-Handwerke beim Umsatz von 72,2 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf 81,4 Milliarden Euro zu. Das deutliche Plus von 12,7 Prozent ist allerdings zu einem großen Teil durch die hohe Inflation zu erklären. Zieht man die Inflationsrate von gut 8 Prozent ab, bleibt immer noch ein Zuwachs von rund vier Prozentpunkten. Zusammen mit der ebenfalls gestiegenen Beschäftigtenzahl ist das ein Hinweis darauf, dass die Betriebe trotz Inflation noch mehr Leistungen erbracht haben. Parallel zum Umsatzwachstum erhöhte sich auch der Umsatz pro Mitarbeiter. Lag dieser 2021 noch bei rund 140.000 Euro, so stieg er im vergangenen Jahr auf 154.308 Euro an (+ 10,7 Prozent).

Erneut mehr Beschäftigte

Auch 2022 wuchs die Zahl der Beschäftigten in den E-Handwerken weiter – trotz des über alle Branchen und Wirtschaftszweige hinweg zunehmenden Fachkräftebedarfs. Waren 2021 noch 518.176 Personen in einem e-handwerklichen Beruf tätig, so stieg die Beschäftigtenzahl im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent auf 527.354.

Zahl der Betriebe sinkt, ihre Größe wächst

Die Zahl der E-Betriebe ging im gleichen Zeitraum weiter zurück, von 49.592 auf 48.614 im Jahr 2022 (- 2 Prozent). Damit setzt sich der Trend zu wachsenden Betriebsgrößen bei gleichzeitigem Rückgang der Betriebszahl fort. Der Grund für diese Entwicklung ist laut ZVEH, dass größere Unternehmen erfolgreicher in der Diversifikation ihrer Geschäftsfelder sind und damit besser und flexibler auf neue Märkte wie Photovoltaik oder E-Mobilität reagieren können.

Elektrotechnik bleibt auf Wachstumskurs

Wie in den Vorjahren entfiel auch 2022 das größte Umsatzwachstum auf den Bereich Elektrotechnik: Der Umsatz stieg um 14,4 Prozent von 63,2 Milliarden Euro in 2021 auf 72,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Auch der Umsatz pro Mitarbeiter stieg – von 135.303 Euro in 2021 auf 151.299 Euro in 2022.

Als einziges der drei Gewerke konnte die Elektrotechnik zudem ein Plus bei den Beschäftigten verbuchen. Wurde 2021 nur ein Zuwachs von 0,6 Prozent auf 467.630 verzeichnet, so stieg die Zahl 2022 um 2,2 Prozent auf 478.128 Mitarbeiter an. Gleichzeitig war die Zahl der Unternehmen in diesem Bereich jedoch stärker rückläufig als noch im Jahr zuvor und lag mit 43.584 1,4 Prozent unter der Betriebszahl 2021 (44.218).

In der Informationstechnik erzielt weniger Personal mehr Umsatz

Der Bereich „Informationstechnik“ konnte seine Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls steigern und verzeichnete ein Plus von 1,2 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro (2021: 6,5 Mrd. Euro). Beim Umsatz pro Kopf legte die Informationstechnik um 4,1 Prozent auf 193.690 Euro zu (2021: 186.015 Euro). Gleichzeitig ging jedoch nicht nur die Zahl der informationstechnischen Betriebe zurück – um minus 6,9 Prozent auf 4.176 –, sondern auch die der Beschäftigten. Waren 2021 noch 35.144 Mitarbeiter in diesem Gewerk beschäftigt, waren es im vergangenen Jahr nur noch 34.176.

Betriebs- und Beschäftigtenzahl sinkt im Elektromaschinenbau

Wie in den beiden anderen Gewerken konnte auch der Bereich „Elektromaschinenbau“ 2022 seine Umsätze leicht steigern. Hier lag das Wachstum bei 1,2 Prozent auf nun 2,4 Milliarden Euro (2021: 2,39 Mrd. Euro). Beim Umsatz pro Kopf lag das Plus bei 3,5 Prozent (2022: 160.512 Euro/Mitarbeiter; 2021: 155.153 Euro/Mitarbeiter).

Wie im Vorjahr und wie auch im Bereich „Informationstechnik“ ist zu beobachten, dass die Betriebs- und Beschäftigtenzahl weiter rückläufig ist. So waren 2022 noch 15.066 Mitarbeiter und damit 2,2 Prozent weniger als noch im Vorjahr im Bereich „EMA“ tätig (2021: 15.402). Die Zahl der Betriebe sank von 888 in 2021 auf 854 (– 3,8 Prozent).

„Die Branchenkennzahlen für 2022 belegen eindrucksvoll, dass die Elektrohandwerke auch in schwierigen Zeiten und trotz Ukraine-Krieg, Inflation und Lieferengpässen weiter wachsen. Stolz sind wir besonders auf die wachsende Beschäftigtenzahl. Sie zeigen zum einen die Attraktivität unserer Branche, zum anderen, dass sich die Unternehmen mutig den Herausforderungen stellen und in neue Märkte hineinwachsen“, so ZVEH-Hauptgeschäftsführer Alexander Neuhäuser.

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